Bounces prüfen und gesperrte Adressen wieder freigeben

Bounces prüfen und gesperrte Adressen wieder freigeben

Tutorial

Gilt nicht für alle Ensembles: Den Reiter Bounces gibt es nur, wenn dein Ensemble über den Versanddienst Mailgun verschickt. Siehst du ihn im Newsletter-Bereich nicht, trifft dieser Artikel auf dich nicht zu – dann gibt es für dein Ensemble weder eine Sperrliste noch die Reject-Meldung Not delivering to previously bounced address. Bei Fragen dazu melde dich bei uns.

Worum es geht

Newsletter werden über einen spezialisierten Versanddienst ausgeliefert. Prallt eine E-Mail dauerhaft ab – etwa weil das Postfach nicht existiert –, setzt dieser Dienst die Adresse auf eine Sperrliste. Ab dann wird an diese Adresse gar kein Zustellversuch mehr gemacht, und in der Reject-Liste erscheint die Meldung Not delivering to previously bounced address.
Das ist ein Schutzmechanismus: Wer immer weiter an tote Adressen sendet, verliert an Zustellqualität, und irgendwann landen auch die gültigen Newsletter im Spam-Ordner der Empfänger.
Wichtig: Gesperrt sind einzelne Adressen, nicht dein Ensemble. Die Sperrliste gehört zur eigenen Versand-Domain und ist nicht mit anderen Kunden geteilt.
Die Liste findest du unter Marketing → CRM → Versände → Newsletter → Reiter Bounces.

Die Spalten

Spalte
Bedeutung
E-Mail
Die gesperrte Adresse. Klick öffnet ein Fenster mit allen Bounces und allen Rejects dieser Adresse.
CRM
Verlinkter Datensatz.
Datum
Wann die Sperre entstanden ist.
Rejects
Wie viele Reject-Meldungen diese Adresse seither erzeugt hat, und ab wann.
Code / Meldung
Fehlercode und Originaltext des Empfänger-Servers – der eigentliche Grund.
Aktion
Papierkorb = Sperre aufheben. Ein durchgestrichenes Symbol bedeutet: bereits freigegeben, mit Datum im Tooltip.

Zuerst den Grund lesen, dann entscheiden

Meldung
Bedeutung
Freigabe sinnvoll?
User Unknown, Recipient not found, address unknown, Access denied (Microsoft 365)
Das Postfach existiert nicht mehr.
Nein. Die nächste Mail prallt sofort wieder ab. Stattdessen CRM bereinigen.
account is inactive / disabled
Konto stillgelegt.
Nein.
mailbox full, over quota
Postfach war voll.
Ja, wenn die Person die Adresse noch benutzt.
temporary locked, try again later
Der Provider hat vorübergehend abgewiesen, häufig wegen einer Störung. Die Sperre ist ein Fehlalarm.
Ja.

Die einzelnen Schritte

    Marketing → CRM → Versände → Newsletter öffnen und auf den Reiter Bounces klicken.
    Spalte Meldung lesen und den Fall gemäss Tabelle oben einordnen.
    Bei toten Adressen: über den CRM-Link den Datensatz öffnen, Adresse ersetzen oder entfernen. Die Sperre bleibt bestehen – das ist richtig so.
    Bei einem Fehlalarm: auf das Papierkorb-Symbol klicken. Die Sperre wird beim Versanddienst aufgehoben, und die Adresse wird beim nächsten Versand wieder normal beliefert.
    Kontrollieren: Der Eintrag bleibt in der Liste, zeigt aber jetzt ein durchgestrichenes Symbol mit dem Freigabe-Datum.
Der Klick auf den Papierkorb wird ohne Rückfrage ausgeführt. Lies deshalb immer zuerst die Meldung, bevor du klickst.

Gut zu wissen

  • Der Eintrag verschwindet nicht. Er bleibt als Protokoll stehen und wird nur als freigegeben markiert.
  • Die Rejects werden nicht mit abgehakt. Die alten Reject-Meldungen musst du separat in der Reject-Liste als erledigt markieren.
  • Die Freigabe fügt niemanden zum Verteiler hinzu. Die Person muss im CRM und im Verteiler des nächsten Versands vorhanden sein.
  • Ist das Postfach doch tot, entsteht beim nächsten Versand einfach ein neuer Bounce-Eintrag. Es geht nichts kaputt, aber es bringt auch nichts.
  • Berechtigung: Für die Freigabe braucht es das Recht „Newsletter schreiben" oder Hauptuser. Mit reinem Leserecht ist die Liste sichtbar, aber nicht bearbeitbar.
  • Abmeldungen und Spam-Beschwerden stehen auf einer anderen Liste (Reiter Unsubscribe ) und werden von einer Bounce-Freigabe nicht berührt.

Siehe auch

  •  Rejects nach einem Newsletter-Versand abarbeiten 
  •  Autoreplies abarbeiten