Verteiler-Pflege nach jedem Newsletter-Versand

Verteiler-Pflege nach jedem Newsletter-Versand

Ein Newsletter-Verteiler veraltet laufend: Leute wechseln den Job, geben eine Adresse auf, ein Postfach wird stillgelegt.  442Hz.com  meldet das an vier Stellen – und diese vier Listen gehören nach jedem Versand kurz durchgesehen. Wer sie liegen lässt, sammelt über Jahre tausende Fehlermeldungen an und verschlechtert die Zustellqualität für alle übrigen Empfänger.
Diese Routine beschreibt die Reihenfolge. Die Details stehen in den vier verlinkten Tutorials.

Die vier Listen im Überblick

Liste
Wann sie entsteht
Wo
Aussage
Warnungen
beim Aufbereiten der E-Mails, also vor dem Versand
Übersichtsseite des Versands
Adresse ist technisch nicht zustellbar und wird nicht angeschrieben
Rejects
direkt nach dem Versand
Reiter Rejects; Begründung im Fenster pro Adresse oder pro Versand unter Statistik
Empfänger-Server hat die Mail abgewiesen
Autoreplies
Stunden bis Tage nach dem Versand
Reiter Autoreplies
Automatische Antwort mit Hinweis auf neue Adresse, Abwesenheit, Austritt
Bounces
dauerhaft
Reiter Bounces – nur bei Ensembles, die über Mailgun verschicken
Adresse steht beim Versanddienst auf der Sperrliste

Der Ablauf

1 · Vor dem Versand: Warnungen prüfen

Direkt nach Emails aufbereiten erscheint auf der Übersichtsseite der gelbe Kasten Warnungen. Diese Adressen werden nicht angeschrieben. Erkennbare Tippfehler lohnt es sich sofort im CRM zu korrigieren; alles andere kann nach dem Versand bearbeitet werden.

2 · Ein bis zwei Tage nach dem Versand: Rejects abarbeiten

Reiter Rejects öffnen und pro Zeile über das rote Kuchendiagramm das Fenster zur Adresse öffnen: Fehlertext lesen, CRM-Datensatz bereinigen, passenden Button klicken. Das erledigt alle Rejects derselben Adresse auf einmal. Willst du einen einzelnen Versand nachkontrollieren, öffnest du ihn über Statistik → Rejects; dort steht die Begründung direkt in der Liste.

3 · In derselben Woche: Autoreplies

Reiter Autoreplies, Ansicht Offen. Diese Liste enthält häufig die neue Adresse oder die zuständige Nachfolge – der wertvollste Teil der Pflege.

4 · Ein bis zwei Mal pro Jahr: Bounces durchsehen

Reiter Bounces. Prüfen, ob Adressen zu Unrecht gesperrt sind – typisch bei „Postfach voll" oder bei Provider-Störungen. Diese können freigegeben werden. Adressen mit „Postfach existiert nicht" bleiben gesperrt und werden im CRM bereinigt.

Faustregeln

  • Nach jedem Versand eine Viertelstunde einplanen. Regelmässig ist es wenig Arbeit; einmal jährlich ist es ein Grossprojekt.
  • Ziel ist eine leere Liste offener Rejects.
  • Adressen nie stumm im Verteiler lassen. Jeder weitere Versand an eine tote Adresse erzeugt eine neue Fehlermeldung und kostet Zustellqualität.
  • Neue Adressen möglichst über die Newsletter-Anmeldung auf der Website erfassen lassen. Manuell abgetippte Adressen von Listen und Visitenkarten sind die häufigste Fehlerquelle.
  • Abmeldungen über den Abmeldelink laufen lassen. Eine Abmeldung ist für die Zustellqualität deutlich besser als eine Spam-Meldung.

Siehe auch

  •  Warnung (Newsletter)  – Begriff im Wörterbuch
  •  Warum werden beim Newsletter-Versand E-Mail-Adressen herausgefiltert?